Das Geheimnis des Lebens

Schamanen, Ahnen, Vorfahren, Nachfahren, zum Himmel, nach Hause fahren. Geheimnisse bewahren.

Bewahren und wieder finden. Finden, verschwinden, auftauchen, vergessen, suchen wie besessen. Auftauchen, verschwinden.

Das Leben geht weiter, immer höher auf der Leiter. Wir drehen uns im Kreis, zu einem Ort wo niemand weiss, was uns erwartet oder was sein wird und trotzdem streben wir ihn an.

Was ist es, was uns treibt, weiter und höher zu streben in unserem Leben?

Die Ungewissheit ist unser ständiger Begleiter auf dieser Leiter.

Lange suchten wir Hilfe bei Gott, im Aussen, ohne zu erkennen, dass das Göttliche in uns liegt und wir es nur finden können, wenn wir bereit sind, bei uns zu suchen.

Schamanen fragten ihre Ahnen, doch wo sind diese Ahnen?

Wo sind die Engel, wo ist Gott, Budha, Allah?

Wenn wir davon ausgehen, dass die Schöpfung ein grosser Ozean ist, sind wir alle ein Tropfen daraus, versorgt mit allen Informationen des Ozeans, genauso wie ein Samen die ganze Information des Baums in sich trägt. Der Samen ist sich dessen nicht bewusst, wir haben es vergessen.

Manchmal können wir tiefe Liebe spüren, intuitives Wissen erfahren. Wir können Licht und Lieben wahrnehmen. Woher kommt das, kommt es aus uns, von uns?

Dies ist, was meine innere Führung mir dazu sagt:

Mein liebes Kind, obwohl du ich und ich du bin, nenne ich dich trotzdem Kind, weil du dich nach jemandem sehnst, der dich an die Hand nimmt, dich führt.

Gehen wir nun einmal davon aus, du hast gemerkt, dass ich nicht getrennt von dir bin.

Ist es Gotteslästerung zu sagen, das Göttliche wohnt in Dir?

Das scheint ok zu sein, aber zu sagen, dass du und alle anderen mit göttlicher Weisheit gesegnet seid, dass getraut ihr euch nicht. Ihr getraut euch nicht, eure göttliche Kraft und Macht anzunehmen oder ihr sagt, ihr wüsstet nicht wie.

In allen Religionen gibt es sehr viel Wahres und Weises zu entdecken, ebenso wie vieles geschrieben wurde, um Menschen zu unterdrücken. Immer wieder gab es Menschen welche sich dagegen auflehnten, die meisten überlebten dies nicht lange. Es gab aber auch immer mal wieder Menschen, welche den Mut, die Kraft und die Ausdauer hatten, mit Weisheit und Liebe ihr Wissen zu verbreiten und darum seid ihr immer noch auf der Suche. Weil diese Menschen euch gezeigt haben was möglich ist, mit Glauben, Vertrauen,  Ausdauer und Mut.

Nun scheint es für euch sehr schwierig zu sein, herauszufinden, was Wirklichkeit und was Illusion ist, was in eurer Macht steht und was nicht. Was dürft ihr, was nicht?

Ihr seid frei, alles zu tun, ihr müsst einfach die Konsequenzen tragen. Nennt es nicht Strafe, wenn ihr etwas verursacht, was ihr dann nicht haben wollt, wagt aber trotzdem immer wieder mal etwas, nur so könnt ihr Erfahrungen machen und euch lebendig fühlen.

Wenn ihr genügend Erfahrungen im Aussen gemacht habt, kommt ihr eher zur Ruhe und seid bereit, eure inneren Räume zu erforschen

Leider braucht ihr meist sehr harte oder mehrere Schicksalsschläge, bis ihr endlich merkt, dass das Wichtigste in eurem Leben ihr selbst, in einem sterblichen Körper mit menschlichen Bedürfnissen seid.

Menschliche Bedürfnisse sind z. B. Liebe, essen und trinken. Die Nahrung müsst ihr noch im Aussen suchen aber es ist höchst Zeit, dass ihr merkt, dass die Liebe in eurem Inneren wohnt. Dass diese Liebe euer kostbarstes Gut ist, welches euch wahre Schönheit, Grösse und Kraft verleiht.

Solange ihr euer Herz verschliesst, wenn ihr angegriffen werdet, solange verschliesst ihr euch eurer eigenen kostbaren Ressourcen.

Lernt wieder euer Herz zu öffnen, eure Verletzlichkeit zu zeigen. So ladet ihr eure Mitmenschen dazu ein, sich zu öffnen und ihre Verletzlichkeit zu zeigen. Nur so können die Mauern, welche ihr euch selbst gebaut habt und welche euch gefangen halten, einstürzen.

Dieses Einstürzen kann schmerzhaft oder laut sein, es können Dinge zum Vorschein kommen, welche lange versteckt oder verdrängt wurden, aber letztendlich werdet ihr befreit. Ihr werdet geweckt und könnt endlich sehen, dass ihr einen Traum gelebt und das Leben geträumt habt.

23.05.2012  Ruth Scherrer, www.die-leichtigkeit-des-sein.ch

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